(Titelbild in Anlehnung an www.rannenbergundfriends.de)

Letztes Update: 05.02.21


28.12.20  Gender-Wahn in der Deutschen Sprache

Rückmeldung dazu

Jetzt hab' ich ein paar Tage Ruhe gegeben, aber ein Artikel im SZ-Magazin vom 22.12. hat mir eine Steilvorlage geliefert, um - wie bereits am 18.12. angekündigt - zum Thema Gender-Wahn rumzunörgeln.

Da sagt doch eine "feministische Linguistin" namens Luise F. Pusch im Interview: "Unsere Grammatik widerspricht dem Grundgesetz". Sie toppt damit alles, was ich an Widersinn in der ganzen Gender-Debatte schon festgestellt hatte. Sie sagt z.B., alleine die Reihenfolge der Artikel "der, die, das" diskriminiere das weibliche Geschlecht, sie sagt weiter, in der Deklination weiblicher Substantive sei das weibliche Geschlecht benachteiligt, weil es hier nur 2 Formen gebe gegenüber 4 Formen bei männlichen   Substantiven. Und sie versteigt sich sogar zu der These, dass in einem Satz wie: "Der Frau vertraue ich." das "der" (Dativ, wem oder was?) männlich gemeint sei. Im Übrigen möchte sie auch, dass das "Gender-Sternchen" erst am Ende des Wortes angefügt wird, also z.B. "Lehrerin*" statt "Lehrer*in". Begründung: Das Sternchen in der Mitte würde die "schöne feministische Anmutung" zerstören. Und sie legt noch eins drauf: "Wenn man sagen könnte "Der Arzt, die Arzt, das Arzt", hätte man sich die ganze Gender-Diskussion sparen können. Das wolle sie aber auch nicht, weil dabei der feministische Aspekt nicht klar rauskomme.

Die Frau hat doch eine:n an der Waffel (pardon: an die Waffel)!

Jetzt komme ich zu meiner Argumentation: In der deutschen und in vielen anderen Sprachen unterscheidet man (sorry: auch frau) nach grammatikalischen Geschlechtern (der, die, das), das hat aber mit natürlichen Geschlechtern (männlich, weiblich, divers) nur bedingt was zu tun. Bei Begriffen, die sich nicht auf Menschen beziehen, wird das grammatikalische Geschlecht beliebig vergeben. Der Mond ist z.B. in französisch La Lune, Die Sonne ist Le Soleil.

Wenn man das Wort "Mensch" verwendet, müsste man ja für weibliche Menschen sagen: "die Menschin", und für "diverse" Menschen: "das Mensch". Wenn mich jemand  als "Person" bezeichnet, müsste ich auf die Barrikaden gehen, denn "die Person" ist ja weiblich, und das bin ich definitiv nicht!    

Alle Anstrengungen, die deutsche Sprache gender-korrekt zu machen, halte ich für komplett überflüssig. Meine Leser und Leserinnen, meine Leserinnen und Leser, meine LeserInnen, meine Leser*innen, meine Leser_innen, meine Leser:innen - und meine Leserinnen* mögen da anderer Meinung sein, aber ich bleibe bei meiner bisherigen Sprache. Wenn ich von "Läufern" rede, meine ich natürlich auch Läuferinnen. Ich gebrauche das generische Maskulinum.

Da springt mir gerade "Wetterfrosch" Sven Plöger bei. In seinem (sehr empfehlenswerten!) Buch "Zieht euch warm an, es wird heiss!" sagt er im Kapitel "Zum Umgang mit diesem Buch": "Aus Gründen der Lesbarkeit sind in diesem Buch sämtliche Personalpronomen und allgemeinen Ausdrücke stets inklusiv für Frauen, Männer und auch alle anderen zu verstehen." Dem schließe ich mich uneingeschränkt an.

30.12.20, OS: Servus Gerhard,

ich habe die Überschrift in der SZ auch gelesen und - mich schonend - beschlossen, gar nicht weiter zu lesen. Das mache ich in letzter Zeit öfter, den Unsinn, der in solchen Artikeln verzapft wird, kennt man zur Genüge und man kann Schöneres tun, als das zu lesen. Ich nörgle in deinem Sinne auch gerne, kritische Zeitgenossen sind wichtig und Abstumpfung blöd. Aber manche, wie diese Tante, ignoriert man am Besten. Alles Vernünftige zu diesem Thema hast du ja erwähnt.

Keep on running and cycling. Habe die Ehre!


18.12.20  Silvester-Böllerei - ALLES VERBOTEN!

Rückmeldung dazu

Noch vor ein paar Tagen hatte ich gesagt: "Wahrscheinlich werde ich heuer so viel verballern wie noch nie!" Daraus wird nun nix, denn es ist ja nicht nur der Verkauf von Feuerwerk, sondern (zumindest in München) auch das Abbrennen verboten worden. So ist zumindest nach meiner Kenntnis der heutige Stand. Ich werde es überleben und habe auch schon eine alternative Lösung.

Aber: Böller-Gegner gab's schon immer. Meist Umwelt- und Tierschützer. Und die haben heuer die (hoffentlich) einmalige Chance, auf den Corona-Zug aufzuspringen. Und das tun sie auch zuhauf. Seisdrum! Natürlich ist es ökologischer Unsinn, in der Silvesternacht Unmengen an Feinstaub in die Luft zu ballern. Aber was hat das mit Corona zu tun, frage ich mich seit Wochen?

Die Begründung ist, dass das Corona-bedingt ohnehin schon überlastete Klinik-Personal nicht noch zusätzlich durch Feuerwerks-Verletzte belastet werden soll. Gut, das kann ich nachvollziehen. Andererseits: Wie groß ist denn der Anteil von Silvester-Verletzten, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen? Die meisten "Böller-Opfer" haben mittlere Verbrennungen und können nach ambulanter Behandlung (und evtl. Ausnüchterung) wieder nach Hause gehen. Außerdem haben alle Kliniken ihre Corona-Patienten strikt von anderen Patienten getrennt. D.h. eine "normale" Notaufnahme muss Personal vorhalten, das mit Corona nichts zu tun hat. Was wäre z.B., wenn es am Silvesterabend um - sagen wir mal - 20 Uhr Blitzeis gäbe, und eine unerwartet hohe Zahl von Patienten mit Knochenbrüchen behandelt werden müsste?

Nur so ein Gedankenspiel, und ich will auch nicht zynisch werden. Ich hätte hier auch gar nix geschrieben, wenn ich nicht gestern eine Erfahrung der besonderen Art gemacht hätte: Auf dem Nachbarschaftsnetzwerk nebenan.de hatte ich eine Suchanzeige gepostet, ob jemand evtl. noch ein bissl Feuerwerk im Keller hat, das er heuer selber nicht braucht. Keiner hat mir bisher was angeboten, aber es gab (Stand heute,14:00 Uhr) 34 Antworten mit allerlei Hinweisen und Belehrungen. Auch Corona-Impfgegner sind inzwischen einstiegen und posten z.T. wirre Dinge. Dabei hatte ich nur nach einer kleinen Silvester-Böllerei gefragt und hätte eigentlich nur positive Rückmeldungen von jemandem erwartet, der sagt: "Ja, das und das kann ich dir anbieten".

Dieses Beispiel zeigt mir, wie aufgeheizt und emotional die Stimmung gerade ist, und wie indifferent die Leute reagieren. Und es ist leider auch in anderen Bereichen genauso! Ich amüsiere mich noch ein paar Stunden über die Beiträge zu meiner Suche. Um 18 Uhr lösche ich (mit Ansage) meinen Beitrag samt aller Antworten. Sollen sich die Impf-Gegner woanders austoben.

PS: Mein nächster Nörgel-Beitrag wird den "Gender-Wahn" betreffen, aber ich geb' euch jetzt mal eine kleine Pause ...


16.12.20  Corona-Lockdown  -  Es wird immer absurder!

Rückmeldung dazu

Seit heute 21:00h haben wir also eine nächtliche Ausgangssperre. Ich hätte nie gedacht, dass sowas zu Friedenszeiten in Deutschland nach 1945 noch mal Wirklichkeit werden könnte! Ich darf also nach 21:00h nicht mal mehr zu meiner Ehefrau fahren. Es sei denn, es gäbe einen "triftigen" Grund. Aber klar, Bayern hat ja schon am 07.12. landesweit den Katastrophenfall ausgerufen. Hat's wer gemerkt? Kann jemand nachvollziehen, worin z.B. in Menzing die konkrete Katastrophe besteht? Treibt man hier nicht Schindluder mit dem Wort "Katastrophe"? Ich meine: JA! 

Na gut, meistens weiß ich ja vor 21:00h, wo ich die Nacht verbringe. Praktisch macht es für mich also keinen großen Unterschied, aber ich wehre mich dagegen, dass ich nachts nicht mehr auf die Straße gehen darf. Wo ist die Gefahr, wo ist die EVIDENZ? Diese Anordnung ist für mich ein Rundumschlag mit der GANZ großen Keule! Und wer soll sie kontrollieren? Wahrscheinlich drehe ich heute noch aus purem Trotz eine nächtliche Runde um den Block!

Aber das ist ja nur ein Aspekt! Aus den Diskussionen zu Kitas, Schulen, Distanzunterricht etc. halte ich mich raus. Das ist nicht meine Kernkompetenz. Wobei das Bayerische Kultusministerium hier nicht unbedingt eine gute Figur macht - und auch vor Corona schon nicht gemacht hat! Piazolo hängt da am seidenen Faden.

Wer kann mir erklären, warum ein Gastrobetrieb vorbestelltes Essen "ToGo" gegen Abholung verkaufen darf, ein Buchladen aber vorbestellte Bücher nicht gegen Abholung verkaufen darf, ein Blumenladen vorbestellte Blumen nicht gegen Abholung verkaufen darf?

Wer kann mir erklären, warum Supermärkte und Discounter auch "non food" Artikel verkaufen dürfen, während die dafür angestammten Läden geschlossen werden? Wahrscheinlich mutieren Aldi & Co in den nächsten Wochen zu kleinen Baumarkt-Filialen. Oder die Baumärkte halten künftig ein kleines Lebensmittel-Sortiment vor.

Es ist alles sowas von GAGA!

Eine weitere Absurdität: Bei METRO kann man weiterhin ALLES kaufen, was die im Sortiment haben. Elektronik, Klamotten, Schuhe, Weihnachtsartikel, etc. Das Zauberwort heißt "Großhandel". Für den gelten die Einzelhandels-Einschränkungen nämlich nicht! Da liegt es doch nahe, dass es während des Lockdowns diverse "Deals" mit METRO-Ausweisen und METRO-Besorgungen geben wird: "Wer kennt einen, der bei METRO einkaufen darf?" Ist so ähnlich wie im Frühjahr, als ich mit Gewerbeschein der "Baumarkt-König" war. Ich werde mir jetzt einen METRO- Ausweis besorgen. Bisher war das für mich uninteressant, aber wenn die Politik solche marktfernen Kriterien aufstellt, werde ich meine Möglichkeiten nutzen.

Es ist alles total absurd und - trotz des Ernstes der Lage, den ich nicht bestreite - völlig unausgegoren und willkürlich! Das Weihnachtsgeschäft so kurzfristig für viele Branchen dicht zu machen, wird weiter Unternehmen in den Ruin führen, und wird die Steuerzahler noch viele weitere Milliarden kosten.

Ob ein Lockdown eine wirksame Maßnahme ist, die Infektionszahlen, die Inzidenzzahlen und die Todeszahlen zu senken? Ich zweifle daran, weil ich noch nirgends eine stichhaltige und nachvollziehbare Begründung gehört habe, woher die aktuell steigenden Zahlen kommen. Man weiß es nicht! Man kann's nicht zuordnen! Und das, obwohl sich alle "Experten" seit März damit beschäftigen!

Meine Meinung: KEIN Lockdown, ALLE Betriebe wieder öffnen (natürlich mit Corona-bedingten Restriktionen) und, GANZ WICHTIG: Alle Maßnahmen dokumentieren und auswerten!

17.12.20, JB: Dazu muss ich jetzt tatsächlich mal Rückmeldung geben:

Jeden Tag sterben etwa 500 Leute an dem Coronavirus, Lockdown light hat's nicht gebracht, daher muss jetzt der Rundumschlag sein. Natürlich sind diese Maßnahmen nicht immer nachvollziehbar, aber nichts tun ist auch keine Option (siehe Schweden!).
Woher die steigenden Zahlen kommen, weiß man tatsächlich nicht. Das RKI schreibt in seiner Stellungnahme vom 15.12.2020, dass etwa 83 % der Ansteckungen keinem Ort zugeordnet werden können.
Deswegen bin ich auch der Meinung, dass der aktuelle Weg, alles zu schließen und zu schauen, ob die Zahlen dann endlich sinken, der richtige ist. Gleichzeitig bestreite ich gar nicht, dass das bisweilen zu absurden Situationen führt. Aber die Politik ist gezwungen, Entscheidungen zu treffen ohne vollständige Informationsgrundlage und unter Einbeziehung verschiedener Interessenslagen (Wirtschaft, Bevölkerung, usw.).


11.12.20  Jetzt drehen alle in den Panik-Modus

Rückmeldung dazu

Heute hat sich unser Innenminister Horst Seehofer (um den war's in den letzten Monaten ja erstaunlich still) zu Wort gemeldet: Es müsse ein harter Lockdown her! SOFORT! Söder ist da natürlich gleich dabei! Auch Berlins Oberbürgermeister Michael Müller hat gestern harte Maßnahmen angekündigt: "Es geht nicht anders!" Angela Merkel hatte kürzlich den "emotionalsten Auftritt" ihrer immerhin mehr als 15-jährigen Amtszeit.

Ich will die Sache keineswegs verharmlosen: Wir sind in einer absoluten Krisensituation! Auch mein Bruder, der Arzt ist, hat gestern gesagt: "Die Intensivbetten sind voll, es ist kein Spaß mehr!"

Aber: Mir fehlt die Evidenz. Der Zusammenhang zwischen Maßnahme und Wirkung! Seit Anfang November haben wir nun einen "Lockdown Light", auch "Wellenbrecher Lockdown" genannt. Er hat nichts gebracht! Also waren die Maßnahmen offensichtlich nicht zielgerichtet. War es nötig und gerechtfertigt, Museen, Kinos, Kulturbetriebe, die gesamte Gastronomie und Hotellerie zu schließen?

Virologen und Epidemiologen geben sich in Talkshows die (hoffentlich desinfizierte) Klinke in die Hand, aber keiner kann eine genaue Kausalkette benennen.

Man stützt sich auf "Inzidenzwerte", die für sich alleine nicht besonders aussagefähig sind. Sie geben z.B. keinerlei Information darüber, ob es Hotspots gab oder ob das Infektionsgeschehen gleichmäßig auf das Gebiet verteilt war. Sie geben keinerlei Informationen über die URSACHE einer Zunahme.

Der ganze Sommer wurde verschlafen, man hat keinerlei stringente Konzepte für die erwartbare "2. Welle" entwickelt. Die Corona-App (ich selbst nutze sie nicht, da ich kein Smartphone habe) ist wohl ein "zahnloser Tiger" und bleibt weit hinter den technischen Möglichkeiten zurück. Mir sind keinerlei Auswertungen zur verpflichtenden Gäste-Erfassung in der Gastronomie bekannt. Wie viele Ansteckungen hat es z.B. in Münchner Biergärten gegeben?

Großbritannien hat vorgestern mit einer medienwirksamen Impfaktion begonnen. Warum kann sich die EU bis zum 29.12. Zeit lassen, um über die Zulassung des Impfstoffs zu entscheiden? Warum kann Deutschland nicht selber sagen: Der hier bei uns entwickelte Impfstoff wird sofort zugelassen?  

Kann mir jemand erklären, was das Silvesterfeuerwerk konkret mit Corona zu tun hat? OK, Feuerwerk ist seit Jahren umstritten, dazu kann jeder seine eigene Meinung haben. Aber der Zusammenhang erschließt sich mir nicht. Wahrscheinlich werde ich heuer aus reinem Trotz so viel Feuerwerk verpulvern wie noch nie! 


03.12.20  Die Regierungen verprassen weiterhin nicht vorhandenes Steuergeld

Rückmeldung dazu

Die Freibier-Mentalität in Corona-Zeiten kennt offenbar keine Grenzen. Täglich hört man neue Infos, dass sowieso schon gut situierte Behörden-Mitarbeiter Boni bekommen sollen:
  • Am 28.11. wurde bekannt, dass knapp 400 Mitarbeiter des Bayerischen Gesundheitsministeriums eine "Corona-Prämie" von 500 € bekommen sollen
  • Heute muss ich lesen: "Tausende Mitarbeiter des Bundestages erhalten eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro."

Geht's noch? Wenn Firmen wie Daimler, Aldi, Adidas oder Siemens ihren Mitarbeitern Corona-Prämien zahlen, so ist das im Einzelfall sicher auch fragwürdig, aber es sind unternehmerische Entscheidungen, und das Geld dafür muss das jeweilige Unternehmen aufbringen.

Wenn dagegen Regierungen öffentliche Gelder für Prämien an Leute ausgeben, die nie um ihren Arbeitsplatz fürchten mussten, so ist das ein Schlag ins Gesicht all derer, die heute Corona-bedingt um ihre Existenz kämpfen. Ein Skandal, ein absolutes No Go!


02.12.20  Digital-Gipfel - Merkel sagt, Deutschland dürfe nicht "Bummelletzter" sein

Rückmeldung dazu

Gestern gab's einen "Digital-Gipfel" im Bundeskanzleramt. Nachdem Deutschland in Sachen Breitband-Ausbau und Digitalisierung schon seit Jahren einen der hinteren Plätze in Europa einnimmt, und sogar hinter etliche "Dritte-Welt"-Länder zurückfällt, gibt's da schon Gesprächs-, aber noch mehr Handlungsbedarf. Und was sagt unsere Bundeskanzlerin in die Mikros: "Es wird die Dringlichkeit in vielen Bereichen immer noch nicht ausreichend erkannt, dass sich das alles ändert und dass wir einfach irgendwann Bummelletzter sind."

Das sagt eine Frau, die seit über 15 (!) Jahren Bundeskanzlerin ist und die Weichen hätte stellen können. Eine Frau, die sich von der NSA in naiver Weise hat abhören lassen, und die noch 2013 bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Barack Obama gesagt hat: „Das Internet ist für uns alle Neuland“. Eine Frau, die das wirtschaftlich bedeutendste Land der EU leitet. Unfassbar!

In Bezug auf "Sprechblasen" war sie ja schon immer gut: 2103 sagte sie auf der Internationalen Konferenz Elektromobilität, Deutschland solle "Leitmarkt werden". "Das ist machbar". Das Ziel, bis 2020 1 Mio Elektroautos auf Deutsche Straßen zu bringen, ist desaströs - und mit vielen Millionen Steuergeldern - gescheitert! Merkel & Co. haben es schlicht verschlafen. Erst in den letzten ein, zwei Jahren kommt hier etwas Bewegung rein. Aber auch im Bereich der ach so wichtigen Autoindustrie gilt schon seit Jahren: Deutschland IST Bummelletzter!


29.11.20  Erhöhung der Rundfunks-Zwangsabgabe ab 1. Januar

Rückmeldung dazu

Seit Januar 2013 zahlt jeder Haushalt zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖR) keine GEZ-Gebühr mehr, sondern einen "Rundfunkbeitrag" von 17,50 Euro im Monat, also 210 Euro im Jahr. Und zwar völlig egal, ob der jeweilige Haushalt das Angebot der ÖR überhaupt nutzt! Deshalb spricht man auch - meiner Meinung zu Recht - von einer Zwangsabgabe.

Jetzt soll diese Zwangsabgabe ab Januar um 0,86 Euro pro Monat erhöht werden. Keine große Sache, sollte man meinen. Aber in Sachsen-Anhalt formiert sich Widerstand! Nicht zu Unrecht! Die ÖR kassieren bereits jetzt schon über 8 Milliarden Euro pro Jahr und sind damit weltweit eines der teuersten öffentlich-rechtlichen Rundfunksysteme. Sie alimentieren ihre Intendanten mit Gehältern, von denen unsere Bundeskanzlerin nur träumen kann: Tom Buhrow (WDR): 395.000 €, Ulrich Wilhelm (BR): 388.000 €., u.s.w.

Dabei erfüllen die ÖR ihren grundgesetzlichen Auftrag einer medialen "Grundversorgung" meiner Meinung nach nur höchst unzureichend: 3einhalbstündige Quiz- oder Spielshows am Samstagabend. Mehrstufige Krimi-Kaskaden an Sonn- und Feiertagen, ohne jegliche redaktionelle Beiträge dazwischen.

Ich bin sehr für ein Fernsehen, das nicht durch ständige Werbe-Einblendungen gestört wird, ich schaue kaum Privat-Sender, und ich bin auch bereit, für das ÖR zu bezahlen. Aber: Eine Gebührenerhöhung ist momentan inakzeptabel. Da sollten sich die überbezahlten Intendanten erst mal selbst an die Nase fassen und dann dafür sorgen, dass ihr Programm wieder dem Anspruch einer "Grundversorgung" genügt.

Und genau wie für alle privaten Medienangebote muss auch für die ÖR gelten: Nur DER bezahlt, der das Angebot auch nutzt! Also: Entweder ist es ein vom GG vorgegebener Grundauftrag: dann muss es aus Steuermitteln bezahlt werden und darf für den Nutzer keine Zusatzkosten verursachen. Oder es ist ein wahlfreies Angebot, das man nutzen kann oder auch nicht. Dann darf es aber auch keine Zwangsabgabe geben!


26.11.20  Corona-Maßnahmen: Für Vieles fehlt mir allmählich das Verständnis

Rückmeldung dazu

Gestern hat ein NICHT in unserer Verfassung vorgesehenes Gremium aus Kanzlerin und Ministerpräsidenten in einem "virtuellen Hinterzimmer" getagt und umfangreiche Einschränkungen bis 20. Dezember beschlossen. "Beschlossen"? Dieses Hinterzimmer-Gremium kann GAR NICHTS beschließen! Heute gab es dazu im Nachgang eine kontroverse Debatte im Bundestag. Aber eben nur eine Debatte, keine Abstimmung!

Obwohl die "beschlossenen" Maßnahmen weder legitimiert sind, noch im Einzelnen begründet wurden, gelten sie offenbar als "gesetzt": Gastronomie: Wird platt gemacht! Warum? Kinos, Theater, Museen: Werden platt gemacht! Warum? Sportveranstaltungen: Werden platt gemacht! Warum?

Es gibt keinerlei Evidenz, dass die genannten Branchen im Sommer (während sie unter Auflagen öffnen durften) das Infektionsgeschehen negativ beeinflusst haben. Warum werden sie jetzt wieder pauschal platt gemacht, während Schulen, Kitas, Geschäfte und ÖPNV weiterhin geöffnet bleiben können?

Sogar Demos mit Tausenden von Teilnehmern werden genehmigt. Aber im privaten Umfeld dürfen sich maximal 5 Personen aus maximal 2 Haushalten treffen! Das kapiert doch niemand mehr! Das ist doch pure Willkür! Und es wird deswegen noch einen Rattenschwanz an Klagen und teuren Entschädigungen geben!

Die deutsche Politik hat seit Anfang März Zeit gehabt, das Pandemie-Geschehen zu analysieren und Maßnahmen zu ergreifen.

Wurden die Pflege-Kapazitäten für Intensiv-Betten ausgebaut? NEIN!
Wurden die erhobenen Daten zu Kontakten in der Gastronomie und im Kulturbetrieb ausgewertet? Offenbar NICHT!
Gibt es irgendwelche Anzeichen dafür, dass Gastronomie und Kulturbetriebe für den neuerlichen Anstieg von Infektions- und Todeszahlen verantwortlich sind? Offenbar NICHT!

Trotzdem hält man an der weiteren Zwangs-Schließung diverser Branchen fest! Obwohl die "Wellenbrecher-Lockdown"-Maßnahmen im November zu keiner Reduzierung der Infektionszahlen geführt haben. OK, man könnte nun sagen: Vielleicht wären die Infektionszahlen ohne diese Maßnahmen noch weiter explodiert. Ist aber alles nur Spekulation. Man weiß doch inzwischen wesentlich mehr über das Virus und seine Verbreitung als im März / April! . Offenbar doch nicht wirklich!

Ich bin gerne weiter bereit, mich an Vorgaben zu halten. Aber sie müssen begründet sein, und GANZ VIELES erscheint mir derzeit NICHT oder nicht AUSREICHEND begründet zu sein.


(C) 2020  Gerhard Fenzl